Wenn Piktogramme für eine Folientastatur nachgezeichnet wurden, vergleichen Sie die neue Darstellung vor der Druckfreigabe mit einer eindeutig festgelegten Vorlage. Prüfen Sie dabei gefüllte Flächen, Konturen und freie Zwischenräume in der vorgesehenen Druckgröße. Eine Vektordatei allein bestätigt weder die Übereinstimmung mit der Vorlage noch die Eignung für den gewählten Druckaufbau.
Wenn die alte Grafik nur noch als Rasterbild vorliegt, muss beim Neuaufbau feststehen, welche Formen erhalten bleiben und welche bewusst geändert werden sollen.
Welche Vorlage gilt für den Vergleich?
Legen Sie fest, auf welche Datei oder welches vorhandene Bauteil sich die neue Grafik beziehen soll. Kennzeichnen Sie Version und Datum der Vorlage sowie die vorgesehene Größe der Piktogramme. Bei einem Foto können Perspektive, Beleuchtung und Unschärfe die Formbeurteilung erschweren. Eine unscharfe Stelle ist deshalb zunächst eine offene Frage, keine Vorgabe für eine neue Kontur.
Vergleichen Sie Vorlage und neue Zeichnung zuerst in gleicher Größe. Vergrößern Sie anschließend die Stellen, an denen Linien zusammenlaufen, Zwischenräume schmal werden oder Ecken unterschiedlich aussehen. Halten Sie dabei fest, ob eine Abweichung schon in der Vorlage unklar ist oder erst in der nachgezeichneten Fassung auftaucht. Aus einem Foto ohne verlässlichen Maßbezug sollten keine verbindlichen Symbolmaße abgeleitet werden.
Welche Formdetails sollen erhalten bleiben?
Bei dem abgebildeten Bauteil stehen ausgefüllte weiße Formen neben dünnen Linien und Umrissen. Für einen Vergleich der eigenen Druckdaten lohnt es sich, diese Arten von Details getrennt anzusehen. Das Foto zeigt nur die sichtbare Gestaltung dieses Bauteils; es ist keine Referenzdatei für andere Projekte.
| Detail | Vergleich an Vorlage und Zeichnung | Entscheidung vor der Freigabe |
|---|---|---|
| Gefüllte Fläche oder Umriss | Ist eine ursprünglich offene Form jetzt gefüllt, oder hat eine Fläche einen zusätzlichen Rand? | Gewünschte Darstellungsart festlegen; Änderungen einzeln kennzeichnen. |
| Freie Zwischenräume | Bleiben die vorgesehenen Lücken zwischen Linien und innerhalb einer Form erkennbar? | Unbeabsichtigt geschlossene oder neu entstandene Lücken zur Korrektur markieren. |
| Linienenden und Ecken | Enden Linien an denselben Stellen? Sind Ecken abgerundet, abgeschrägt oder spitz? | An unklaren Stellen eine bestätigte Referenz anfordern. |
| Proportionen | Stimmen Breite und Höhe sowie die Lage einzelner Teile innerhalb des Symbols überein? | Verformungen gegenüber dem vereinbarten Ziel korrigieren oder ausdrücklich als Änderung bestätigen. |
| Abstand zum Tastenrahmen | Sitzt das Piktogramm wie vorgesehen innerhalb seines Feldes? | Formänderung und reine Verschiebung getrennt dokumentieren. |
Diese Vergleiche legen noch keine zulässige Mindestbreite für Linien oder Lücken fest. Solche Grenzen müssen für Material, Druckverfahren und den vorgesehenen Aufbau konkret abgestimmt werden. Wenn ein Detail dafür angepasst werden muss, gehört die geänderte Darstellung erneut in die Freigabe.
Warum die Dateiendung nicht ausreicht
Eine PDF-Datei kann neben Vektorelementen auch eingebettete Rasterbilder enthalten. Richard Wöhr unterscheidet in seinen Hinweisen zur Datenbeistellung zwischen Vektorformaten ohne eingebettete Bitmaps beziehungsweise einer gesonderten Abstimmung und Bitmapvorlagen nach Absprache. Das sind die Annahmebedingungen dieses Herstellers, keine Dateivorgabe für ein Projekt bei Baoshengda.
Auch das Nachzeichnen selbst enthält Entscheidungen über die Form. Die Adobe-Dokumentation zum Bildnachzeichner beschreibt unter anderem Einstellungen für die Pfadanpassung, Ecken und Bereiche, die beim Nachzeichnen ignoriert werden. Deshalb sollte die Form nach einer automatischen Umwandlung geprüft werden. Ein gut skalierbares Ergebnis kann von der gewünschten Darstellung abweichen.
Fordern Sie für die Abstimmung eine Ansicht an, in der die zu vergleichenden Details erkennbar sind. Klären Sie daneben, welche bearbeitbaren Daten für die weitere Druckvorbereitung tatsächlich benötigt werden. Ein am Bildschirm sauber wirkender Umriss ersetzt kein abgestimmtes Druckmuster.
Abweichungen mit einer Entscheidung zurückgeben
Eine Rückmeldung wie „Symbol bitte genauer nachzeichnen“ lässt das Ziel offen. Benennen Sie stattdessen die betroffene Stelle und das gewünschte Ergebnis, etwa: „Lücke im linken Symbol offen lassen; Bezug ist die markierte Vorlage.“ Ordnen Sie jeder Abweichung eine Entscheidung zu: ändern, unverändert übernehmen oder bis zur Klärung offen lassen. Die freigegebene Fassung sollte anschließend eindeutig von verworfenen Zwischenständen unterscheidbar sein.
Die Freigabe der Darstellung betrifft die vereinbarte Grafik. Am realen Muster sind die dafür festgelegten Merkmale unter den vereinbarten Betrachtungsbedingungen zu beurteilen. Ob eine Taste die richtige Gerätefunktion auslöst, ist eine andere Prüfung; dazu passt der Leitfaden zum Abgleich von Tastenbeschriftung und Funktionen.
Falls noch keine geeignete Vorlage feststeht, hilft zunächst die Einordnung einer Frontfolie ohne vollständige Druckdaten. Liegen Vorlage und nachgezeichnete Fassung bereits vor, senden Sie für eine Anfrage zur Folientastatur beide Ansichten, die vorgesehene Druckgröße und die markierten offenen Stellen. Benennen Sie auch, welche Fassung als Bezug gelten soll. Informationen zum Bauteil finden Sie unter Folientastaturen; Fragen zum vorgesehenen Aufbau gehören in die technische Abstimmung.
