Technischer Ratgeber · Anschluss abstimmen

FSR-Kraftsensor: Anschluss vor der Musterbestellung klären

Vor der FSR-Musterbestellung den Anschlussbereich und das vorgesehene Gegenstück beschreiben. Fotos zeigen die Geometrie, nicht die Belegung.

Metallisch wirkende Anschlussenden neben hellen Bahnen auf einem schmalen Träger.
Das Produktfoto zeigt den Anschlussbereich und angrenzende Bahnen. Kontaktbelegung, Werkstoff und Eignung für ein Gegenstück lassen sich daraus nicht bestimmen.

Bevor Sie ein FSR-Muster bestellen, halten Sie fest, wie der Sensor mit der vorgesehenen Baugruppe verbunden werden soll. Dazu gehören die Anschlussform am Sensor, das Gegenstück und die Einbaurichtung. Ist der Steckverbinder oder der Anschluss auf der Leiterplatte noch offen, kennzeichnen Sie das in der Anfrage. Eine Fotoansicht ersetzt die Anschlusszeichnung nicht.

Das Produktfoto zeigt metallisch wirkende Enden, angrenzende helle Bahnen und einen schmalen Träger. Es hilft, den Anschlussbereich zu lokalisieren. Welcher Kontakt dort verwendet wurde, wie er belegt ist oder ob er sich für ein bestimmtes Gegenstück eignet, lässt sich daraus nicht feststellen.

Kontaktform und Gegenstück gemeinsam festlegen

Eine Angabe wie „FSR mit Anschluss“ lässt die elektrische Verbindung offen. Benennen Sie, ob ein vorhandener Steckverbinder, eine Leitung oder ein Anschluss auf der Leiterplatte vorgesehen ist. Bei einem bestehenden Steckverbinder helfen die vollständige Teilenummer und die zugehörige Zeichnung. Ist noch kein Gegenstück ausgewählt, beschreiben Sie zunächst den verfügbaren Einbauraum und den geplanten Anschlussweg.

Dass die Anschlussart zum konkreten Sensor gehört, zeigen die Kontaktierungsbeispiele von Tekscan für FlexiForce-Sensoren: Dort werden unter anderem offene Anschlussfahnen, ZIF-Anschlüsse und vercrimpte Kontakte getrennt beschrieben. Diese Beispiele gelten für die dort behandelten Produkte; sie sind keine Zusage, dass dieselben Ausführungen für ein anderes FSR-Projekt passen.

Klären Sie eine geplante Lötverbindung anhand der Unterlagen des konkreten Teils. Metallisch aussehende Enden und freiliegende gedruckte Leiterbahnen sind nicht gleichzusetzen. Im FSR Integration Guide von Interlink, Rev. C, Seite 30 wird ausdrücklich vor dem direkten Löten an freiliegenden Silberleiterbahnen der dort beschriebenen Sensoren gewarnt. Ein Foto liefert weder eine Werkstoffangabe noch eine zulässige Verarbeitungsvorgabe.

Anschlusslage mit einer eindeutigen Ansicht beschreiben

Zeigen Sie in der Skizze, von welcher Seite Sie auf den Sensor schauen und wo sich das Gegenstück befindet. Zeichnen Sie den vorgesehenen Verlauf der Anschlussfahne oder Leitung ein. So bleibt erkennbar, ob der Anschluss neben der Leiterplatte liegt oder erst durch eine Öffnung geführt werden soll.

Ein Anschluss kann geometrisch zum Gegenstück passen und trotzdem nach dem Einbau schlecht erreichbar sein. Prüfen Sie deshalb auch, von welcher Seite montiert wird und ob die Verbindung im vorgesehenen Gehäuse hergestellt werden kann. Verbindliche Maße und die Belegung gehören in die abgestimmten Unterlagen; perspektivische Fotos reichen dafür nicht aus.

Was am Muster getrennt geprüft wird

Vor der Musterbestellung sollten Anschlussform, Gegenstück und Zeichnungsstand abgestimmt sein. Am Muster können Sie anschließend die vereinbarte Einbaulage und die tatsächliche Verbindung vergleichen. Legen Sie vorher fest, welche Merkmale geprüft werden und wer die Ergebnisse bewertet.

Die passende Verbindung ist noch keine Bestätigung des Messverhaltens. Dafür müssen unter anderem die Krafteinleitung und der Messaufbau gesondert betrachtet werden. Änderungen am Anschluss oder an seiner Lage sollten im Zeichnungsstand festgehalten werden, bevor dieser für die Produktion freigegeben wird.

Für die erste technische Projektanfrage können Sie eine vorhandene Skizze oder eine gut erkennbare Ansicht des Anschlussbereichs senden. Ergänzen Sie Unterlagen zum Gegenstück, soweit vorhanden, und die geplante Einbaurichtung. Schreiben Sie dazu, welche Anschlussangaben feststehen und welche noch offen sind. Eine Zeichnungs- und DFM-Prüfung kann helfen, offene Fragen zum Anschluss zu klären; die Eignung der konkreten Verbindung wird damit noch nicht bestätigt.